Ihr EMV-Experte - seit 1986!

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EMV-Kosten minimieren!

EMV ist teuer!

 

Warum das so ist und warum das nicht so sein müsste, ist eigentlich lange bekannt!

Dank der vielen Projekte, an denen ich über die Jahre mitwirken und unser EMV-Know-how einbringen durfte, wird mir eines immer wieder klar: Die EMV-Kosten der Unternehmen ließen sich erheblich reduzieren.

Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als eine „olle Kamelle“ hervorzuholen:

 

Bild 1: EMV-Kosten als Funktion des Projektfortschritts

Die Aussage ist eine ganz einfache: Je später ich Geld für EMV ausgebe, desto weniger ist es wert!

Was heißt das?
Beispielsweise könnte zu Beginn eines Projektes entschieden werden, einen bestimmten Steckverbinder zu verwenden, weil dieser billig, gut zu beschaffen, klein und formschön ist. Diese Entscheidung betrifft natürlich verschiedene Bereiche, die an diesem Projekt beteiligt sind:
Der Einkauf kümmert sich um die Beschaffung, die Konstruktion gestaltet das Gehäuse passend, der Zulieferer erhält eine entsprechende Spezifikation für das Kabel, die Elektronikentwicklung platziert den Steckverbinder und routet das Layout entsprechend- um nur einige zu nennen.

Alles läuft super: Die Prototypen laufen stabil, die Software ist so gut wie fertig, und ein paar Tage „Luft“ sind auch noch drin. Zum Schluss noch die EMV-Zertifizierung: Oh!

Je später das Problem erkannt wird, um so teurer ist es zu beheben!

Irgendetwas ist gar nicht gut. Erfahrungsgemäß leuchten die Fehler, die zu den EMV-Problemen führen, in Ihrer Baugruppe nicht rot auf. Nach den EMV-Messungen in Testhaus beginnt die Suche. Und die EMV-Kosten fangen an zu laufen!
Über einige Wochen hinweg probiert man dies und das: Manches, was im letzten Projekt super geholfen hatte, zeigt keinerlei Wirkung. Manches verbessert die Emission, schafft aber neue Probleme bei ESD. Und noch eine andere Maßnahme lässt die Emission in einem Frequenzbereich besser werden, während sie in einem anderen schlechter wird.
Diese Wochen haben schon einiges an neuen EMV-Kosten verursacht, das Schlimmste kommt aber erst noch!
Und der Zeitdruck wächst!

Nach einigem zusätzlichen Suchen verfestigt sich der Verdacht, dass der Steckverbinder die Wurzel allen Übels sein dürfte. Die richtige Reaktion wäre: Einen Steckverbinder einsetzten, der sich besser eignet!
Das Gehäuse-Werkzeug ist bereits hergestellt, Änderungen am Gehäuse würden deshalb horrende (EMV-) Kosten verursachen. Der Einkauf hat bereits größere Stückzahlen des Steckverbinders bestellt, um zu gewährleisten, dass die heutigen lead-times nicht zum Problem werden. Der Zulieferer hat bereits die Kabel konfektioniert und Ihre Leiterplatte ist ja auch schon in der Vorserie.

Freiheitsgrade sind kaum noch vorhanden!

 

Und ab jetzt können Sie aussuchen: Pest oder Cholera?
Den Steckverbinder austauschen oder erhebliche zusätzliche Stückkosten für Klappferrite und ähnliches in Kauf nehmen?
Zu Beginn des Projektes hätte es eine Vielzahl an Möglichkeiten gegeben, das Problem kostengünstig zu vermeiden, z.B.:

  • geeignete Maßnahmen an der eigentlichen Störquelle
  • Besseres Layout
  • Besserer Lagenaufbau
  • Optimiertes Powersystem
  • Ein besser geeigneter (EMV-günstiger) Steckverbinder
  • Verbesserte Platzierung
  • usw.

Die -wenn überhaupt geringen- damit verbunden EMV-Kosten wären vernachlässigbar gegenüber dem, was am Ende des Projektes anfällt!

EMV-Euros (und auch Schweizer EMV-Franken) sind verderblich, wenn Sie sie zu spät ausgeben, sind sie nichts mehr wert!

EMV muss von Beginn an projektbegleitend realisiert werden. Dazu brauchen Sie Know-how und ein absolutes Minimum an Messequipment. Wenn Sie das noch nicht haben, sollten Sie Ihre EMV-Euros (oder CHF) bald in die Hand nehmen!

Zu diesem Blog hat mich ein Beitrag inspiriert, der kürzlich im Microwave Journal erschienen ist und die allgegenwärtige Problematik sehr gut (aus der Perspektive eines Herstellers) beschreibt:
https://www.microwavejournal.com/articles/33719-addressing-emc-challenges-with-in-house-emc-pre-compliance-testing
Mein Tipp: Nehmen Sie sich die Zeit, ihn ganz durchzulesen!
Noch ein Tipp: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es ausgerechnet in Ihrem Unternehmen anders ist!

Bleiben Sie neugierig!

Ich freue mich über Ihren Kommentar, Ihre Erfahrung!

Ihr Nils Dirks

EMV Spezialist

Nils Dirks

Gründer und DCC-Inhaber

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